STAUB, FEEDBACK, FORTSCHRITT
2025 ist durch – eine fette Saison mit viel Staub, einigen Blessuren, kaum Starkregen und einer Menge positivem Feedback von Euch. Zeit, kurz durchzuatmen und draufzuschauen, was wir gemeinsam bewegt, gelernt und gebaut haben. Und auch Zeit, Danke zu sagen: Danke, dass ihr 2025 so oft bei uns am Start wart – zum ersten Testlauf, zur schnellen Feierabendrunde oder für komplette Bikepark-Wochenenden. Mit Eurem Feedback, Euren Rückfragen und Eurer Kritik habt Ihr uns klar gezeigt, was funktioniert und wo wir nachjustieren müssen. Viele von Euch begleiten den Park seit Jahren, einige sind hier praktisch aufgewachsen. Für uns heißt das: Wir nehmen Euer Feedback auf, bewerten es und tragen die Verantwortung für die Umsetzung Eures Inputs für Euren Homepark. Für die Sicherheit, einen Lernrahmen und Strecken, auf die Einsteiger*innen genauso Bock haben wie Pros.
NEUE LINES, NEUE MÖGLICHKEITEN
Neu dazugekommen ist 2025 die Jolli Jumper: unsere erste Line, in der Du innerhalb derselben Strecke unterschiedliche Schwierigkeitsgrade wählen kannst – blauer Absprung neben rotem, damit Du selbst entscheidest, wie weit Du gehen, oder besser gesagt – springen - willst. Euer Feedback war hier ziemlich eindeutig: gute Übergänge, stimmige Sprünge, hoher Spaßfaktor – und für viele genau der richtige Spot, um Airtime und Technik zu trainieren, ohne dass es direkt „all in“ sein muss. Für alle, die sich noch vorsichtig an Sprünge herantasten, haben wir außerdem die FlyBy gebaut – eine blaue Jumpline als Ergänzung zu Schneewittchen- und Fairy-Trail, damit der Einstieg in Airtime leichter wird und Du Dich Schritt für Schritt steigern kannst.
Gleichzeitig haben wir uns schweren Herzens zum Saisonende von der Schwalbe Loose Lee verabschiedet. Die Line hatte Charakter: schnell, flowig, steile Kurven, mittelgroße Sprünge – quasi ein „Downhill Pumptrack mit viel Airtime“ – sagte Sam Pilgrim in einem seiner Videos. Was aber genauso ehrlich dazugehört: Bremswellen bildeten sich schneller, als wir sie beseitigen konnten. Die Kombination aus vielen aufeinander folgenden Kurven auf einer verhältnismäßig kurzen Line haben das Konzept langfristig zum Problem gemacht. Deshalb werden wir sie durch eine neue Line ersetzen, die das Beste der Loose Lee bewahrt, aber die Schwachstellen konsequent behebt – seid gespannt auf unseren Saisonausblick, in dem wir mehr verraten werden. Spoiler Alert: inspiriert wurden wir hier von Lines, wie man sie z.B. in Morgins findet.
Auch bei den bestehenden Strecken ging’s ans Eingemachte: Die SRAM Flow Country hat oben eine komplett neue Sektion plus zwei neue Schleifen bekommen, damit sich der Trailspeed besser verteilt. Vorher war es lange Highspeed ohne Pause – jetzt fährt sich das Ganze runder, gleichmäßiger und mit weniger Bremswellen, auch wenn ein paar Kurven dazugekommen sind. Auf der KyrHill haben wir nicht nur nachgeshaped, sondern das Prinzip der Jolli Jumper übernommen: verschieden schwere Absprünge statt Einheitslösungen. Und: Der alte On-Off-Sprung wurde durch einen einfachen Table ersetzt, an dem einerseits Airtime gesammelt werden kann und andererseits niemand scheitern sollte.
Die iXS Downhill haben wir nach dem Rennen bewusst nicht wieder auf reines Race-Level hochgezogen – uns war wichtig, dass auch Einsteiger*innen hier mal Rennluft schnuppern können. Trotzdem gab’s zwei komplett neue Bausteine: ein neues Steinfeld und ein neues Steilstück. Ähnlich sind wir bei der BlackLine 1 vorgegangen: Nach dem Enduro-Rennen haben wir umgebaut, aber so, dass die Strecke weiterhin zu 95% ihrem Charakter treu bleibt – handgebaut, logisch und herausfordernd.
Und zuletzt haben wir die Rocky Waldboa fast komplett neu aufgesetzt: neuer Einstieg, neues Ende, als flacher, technischer Natur-Enduro-Trail. Nach ein paar Iterationen ist daraus eine Strecke geworden, die genau das liefert, was sie soll: technisch, ehrlich, gut fahrbar – und eine starke Ergänzung im Mix.
EVENTS, DIE VERBINDEN
Auch bei den Events war 2025 viel los – und einiges davon hat den Park spürbar geprägt. Den Muttertag am 10. & 11. Mai haben wir zum zweiten Mal als entspanntes Community-Wochenende gefeiert: mit Ständen unserer Partner SRAM, RockShox und Schwalbe, Kursen der ShredAcad Bikeschool und Demos direkt auf den Lines. Einfach ein gutes Get-Together für alle, die fahren, zuschauen, quatschen und Material testen wollten.
Das absolute Highlight war dann das iXS Dirt Masters Festival vom 29. Mai bis 1. Juni: vier Tage, über 30.000 Besucher, rund 1.500 Athlet*innen und 15 Wettbewerbe – das größte Gravity-Event Europas. Der Programmplan war prall gefüllt mit zwei Downhill-Rennen, der Chili Enduro Series, dem Orbea Wild Ride, diversen Slopestyle Sessions (TSG Rip The Hip, Schanzenwerk Progression Session, VPACE Rookies Jam), dem VPACE Kids Cup (dieses Mal sogar an zwei Tagen) und vielen weiteren Highlights, bei dem vor allem der Pit Viper Braap Off, die Puk Off’s und der BMO Best Trick Contest hervorstachen.
Was uns dabei besonders wichtig war: Nach den Rennen haben wir iXS Downhill und BlackLine I bewusst so belassen, dass auch Nicht-Profis mal Rennluft schnuppern können – Events sollen inspirieren, aber der Park soll danach für alle fahrbar bleiben. Auch die Hackschnitzel-Landung am letzten Slopestyle-Sprung haben wir über die komplette Saison erhalten, damit Ihr dort Tricks ausprobieren könnt, die Ihr euch noch nicht auf Dirt traut.
Im SHREDtember im September gab es dann 20% Rabatt auf Wochentags-Tickets plus eine Stempelaktion zusammen mit SRAM: vier versteckte Stempelboxen im Park, und wer alle gefunden hat, landete im Lostopf für eine SRAM Eagle Transmission – kam richtig gut an und hat gezeigt, wie viele von euch wirklich jeden Winkel kennen.
Monster Energy war ebenfalls am Start – ein Wochenende mit Rideouts und Coaching Sessions mit Lukas Schäfer war sicher das Highlight im Herbst.
TECHNIK, DIE SPÜRBAR WIRD
Und auch im Shop hat 2025 Spuren hinterlassen: Schwalbe hat die neue Radial-Karkassen-Technologie gelauncht, mit radial statt diagonal angeordneten Fäden und damit spürbar mehr Auflagefläche, Grip und Komfort bei weniger Durchschlagsrisiko. Wir hatten Magic Mary, Albert und Big Betty als Radial-Version im Shop und im Verleih – und das Feedback war ziemlich eindeutig: Wer einmal Radial gefahren ist, will ungern wieder zurück.
Unser neuer Merch kam auch gut an und Ihr habt uns spüren lassen, dass Ihr gerne das ein oder andere Souvenir als Erinnerung an eine gute Zeit bei uns mit nach Hause nehmt – vielen Dank!
GEMEINSCHAFT, DIE TRÄGT
Was uns 2025 besonders aufgefallen ist: Ihr lebt genau das Miteinander, das wir uns im Park wünschen. Wir haben gesehen, wie erfahrene Fahrer*innen am Trailstart Einsteiger*innen Tipps geben, wie selbstverständlich angehalten wird, wenn jemand gestürzt ist, und wie Ihr einander unterstützt – auf dem Trail, an der Bikestation oder am Lift. Genau das ist der Kern dessen, wofür wir stehen: Die Starken passen auf die Schwächeren auf, die Schnellen nehmen Rücksicht auf die Langsameren. Niemand wird zum Slalom-Hütchen, und niemand bleibt allein, wenn was schiefgeht.
Danke dafür – das ist nicht selbstverständlich und genau deshalb so wertvoll.
Wir sehen uns im Sommer – stay wild, stay safe!
Euer Team vom Bikepark Winterberg – THE MOTHER